Aktuelles von der grünen Stadtratsfraktion Cuxhaven
Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Infos und Mitteilungen der grünen Stadtratsfraktion Cuxhaven. Ihre Ansprechpartner sind Berd Jothe (Fraktionsvorsitzender), Hans-Jürgen Umland und Frank Schünemann. Über die Telefonnnummer 04721-664344 können Sie Ihre Anregungen (zur Weiterleitung an die Fraktion) an das grüne Büro geben oder eine Mail über das Kontaktformular auf der Hauptseite senden.
Stellungnahme vom 17.5.10 zum Vorschlag einer "Elbvertiefung light", die von Hamburg inzwischen abgelehnt worden ist:
Grüne: Bedarf für weitere Elbvertiefung ist nicht mehr erkennbar
Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat die Vorschläge des Gutachters Walter Feldt für eine erheblich reduzierte Elbvertiefung mit Interesse zur Kenntnis genommen. Unabhängig von der ablehnenden Haltung der Grünen gegenüber der geplanten Elbvertiefung könnten diese Vorschläge jetzt Bewegung in die Diskussion um das Großprojekt bringen, teilte Fraktionsvorsitzender Bernd Jothe mit. Wir gehen davon aus, dass der Gutachter seine Vorstellungen in das laufende Planfeststellungsverfahren einbringt. Hamburg und der Bund und die Umweltschutzverbände sollten diese Vorschläge ernstfach prüfen.
In der letzten Zeit sind immer mehr Belege dafür sichtbar geworden, dass der wirtschaftliche Bedarf für die von Hamburg geforderte Vertiefung nach Plan nicht mehr vorhanden ist. Die Ursachen für den Umschlagsrückgang im Hamburger Hafen liegen eindeutig nicht in der fehlenden Elbvertiefung. Nur eine sehr kleine Zahl von Schiffen unterliegt heute Einschränkungen bei der Elbefahrt, so Jothe, die für die Zukunft geplanten Super-Schiffe können auch mit Elbvertiefung nicht nach Hamburg fahren und müssen in anderen Tiefwasserhäfen entladen oder auf Feederschiffe umgeladen werden. Das mache auf lange Sicht eine Hafenkooperation mit der entsprechenden Infrastruktur im europäischen Bereich unumgänglich und damit auch den Weg frei für ein flexibles Transportsystem, das ohne weitere Vertiefungen auskommt.
Kritisch an der so genannten „Elbvertiefung light" ist auch zu sehen, dass die verbleibenden 15% Baggerungen hauptsächlich zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven stattfinden würden, wo die nach europäischem Recht geschützten Ökosysteme des Weltnaturerbes Wattenmeer betroffen sind. Eine weitere Zunahme der Baggerungen und die daraus resultierenden Schlick-Ablagerungen im Watt wären aus Cuxhavener Sicht äußerst problematisch, so Jothe abschließend.
Die Fraktion der Grünen plant in Zusammenarbeit mit dem Kreisvorstand, in den nächsten Wochen Walter Feldt zu Fachgesprächen einzuladen, um Chancen und Möglichkeiten zu seinem Vorschlag zu erörtern. Walter Feld ist in Cuxhaven bekannt geworden, da er seinerzeit an der Realisierung des Hafens auf der Industriebrache Hamburg-Amerika-Hafen unter der rot-grünen Regierung Schröders aktiv beteiligt war. Feldt ist selbständiger Umweltgutachter (Umwelt Media Consult)
Biotop-Pflege: Es geht auch besser
Kleingewässer in Brockeswalde...
Heute ist von dem Kleingewässer auf dem Brockeswalder Friedhof nicht mehr viel zu sehen- Es ist fast vollständig mit Röhrichten zugewachsen. Vergangenen Winter wurde an diesem § 28a- Biotop von der Stadt der gesamte Uferbewuchs entfernt - mit viel Sonne und Licht gab es in der Folge zu viel Krautwuchs. Abhilfe kann da eine teilweise Beschattung bringen - die Fraktion regte an, in Zukunft nur noch abschnittsweise die Gehölze zurückzuschneiden. Vielleicht klappt es nächstes Mal besser.
Veranstaltungsbericht:
Wie gehts weiter mit Theater in Cuxhaven?
Bericht aus Elbe-Weser-aktuell über eine Veranstaltung von Stadtratsfraktion und Ortsverband Cuxhaven (Auszüge)
ano · ,,Wie kann, soll, muss sich Cuxhavens Theaterlandschaft weiter entwickeln?" - unter diesem Titel hatten die Stadtratsfraktion und der Ortsverband der Cuxhavener Grünen am letzten Donnerstag zu einer Diskussionsveranstaltung in das Café ,,Ringelnatz" eingeladen. Rund 40 Personen, unter ihnen viele Kulturschaffende, waren gekommen, um sich mit den Ideen von Peter Gestwa zur Weiterentwicklung des Stadttheaters, die für manche ,,Unruhe" sorgen, auseinanderzusetzen. Gestwa, der freischaffend seit drei Jahren das Stadttheater leitet, hatte vor einigen Monaten dem Kulturausschuss dargelegt, was ihm in Sachen Theaterleben vorschwebt. Dreh- und Angelpunkt ist dabei ein Umzug des Ensembles ,,Theaterlust" von München nach Cuxhaven. ,,Theaterlust", vorderhand verkörpert von Thomas Luft und Anja Klawun, war in den letzten Jahren bereits häufiger auf der Bühne des Cuxhavener Stadttheaters zu Gast und konnte dabei Erfolge feiern.
Mit eine Motivation den Umzug zu wagen. Dies, so Peter Gestwa, aber im Rahmen eines Konzepts. Als Kernstück soll der derzeitige AboBereich mit Schauspiel, Musicals, Komödien, Kabarett und Konzerten erhalten bleiben - für mindestens fünf Jahre. Darum sollen sich ,,Theaterlust", die bereits bestehende ,,Junge Bühne" und das Projekt ,,Theater und Schule", ein künftiges professionelles Kinderund Jugendtheater und ein Förderverein ,,Theaterfreunde" gruppieren - und das alles unter dem Dach einer noch zu gründenen Theater GbR. Für Gestwa hat dieses Konzept etwas Bestechendes. ,,So hätten wir mit ,Theaterlust' wieder ein eigenes Ensemble ohne Kosten in der Stadt. Dadurch werden mehr Premieren, Eigenproduktionen, neue Formate und Mehrfachbespielungen möglich und durch Koproduktionen mit Bremerhaven oder Oldenburg könnten Stücke günstiger realisiert werden. Und wenn wir ein Theater vor Ort haben, können wir solange es läuft auf eigenes Risiko spielen." Schließlich könne eine intensivere Werbung und auch ein ausgeweiteter Kartenverkauf (auch über das Internet) so ermöglicht werden.
Derzeit finden im Stadttheater 30 bis 35 Aufführungen statt, im Schauspielbereich zumeist mit Tourneeensembles. Diese Zahl könnte sich, wenn es gut läuft, so Gestwa, verdoppeln. Zur Zeit wird das Stadttheater mit 345.000 Euro jährlich seitens der Stadt gefördert. ,,Die Idee ist mutig und gewagt, zum Teil auch spannend, aber sie versetzt uns Kulturschaffende in große Angst. Warum ein Theater von außerhalb, wie läuft es mit der Finanzierung", formulierte Theatermann Christian Berg Kritik an dem Konzept. Dahinter die Vermutung, dass Räumlichkeiten für Probebühne und Requisiten kostenlos an ,,Theaterlust" gehen könnten, während man selber alles aus eigener Tasche berappen müsse. Und: ,,Cuxhaven ist keine 360-Grad-Stadt, irgendwann sind die Ressourcen erschöpft", betonte Berg und verwies darauf, dass sein diesjähriges Sommertheater kein Plus gemacht habe.
,,Das ist ein ordentliches Konzept und hier sollte auch keine Stimmung gegen ,Theaterlust' gemacht werden. Aber die Frage nach den Räumlichkeiten ist gerechtfertigt, zumal etwa bei Schließung der Gorch-FockSchule die Döser Speeldeel eine neue Unterkunft braucht", gab Ralph Cosack von der Siedlung zu bedenken. Wieder andere verwiesen darauf, dass sie für das Stadttheater Miete zahlen müssten, wenn sie dort auftreten wollen - und sehen sich deswegen ungleich behandelt. Hartmut Behrens von ,,Kultur auf dem Land" sieht's gelassener: ,,Das was hier vorgeschlagen wird ist eine Bereicherung, vor der keiner Angst haben muss. Und das hauseigene Theaterensembles andere Konditionen haben, als Gasttheater ist überall der Normalfall." Das Fazit am Ende des Abends: Einige Dinge sind geklärt, aber eine gewisse ,,Unruhe" wird bleiben.
Kommunaler Klimaschutz
Pressemitteilung vom 22.12.2009:
Grüne: Beim kommunalen Klimaschutz keine Zeit verlieren!
Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen bringt ihre Enttäuschung über die Ergebnisse der Welt-Klimakonferenz in Kopenhagen zum Ausdruck. „Hier wurde auf internationaler Ebene viel Zeit vertan, um beim Klimaschutz weiter zu kommen", so Fraktionssprecher Bernd Jothe. Auf dem erzielten Minimalkonsens, der Kenntnisnahme des Zieles, die Erderwärmung auf 2 Grad zu begrenzen, müsse nun aufgebaut werden. Viele Anzeichen sprächen dafür, das diese 2 Grad-Begrenzung mit den derzeit beschlossenen und laufenden Klimaschutz- Maßnahmen der Industrienationen nicht erreicht werden könne und der Meeresspiegel höher ansteigen könnte als prognostiziert, mit erheblichen Folgen insbesondere für alle Küstenorte. Darauf müsse man sich auch hier in Cuxhaven vorbereiten.
Vor diesem Hintergrund weist die grüne Fraktion darauf hin, dass man beim kommunalen Klimaschutz durchaus hohe Einsparraten bei den Treibhausgasen erzielen kann und hier auch schnell handeln könne, ohne auf internationale Klimakonferenzen warten zu müssen. Bernd Jothe begrüßt, dass die Stadt Cuxhaven nachträglich dem regionalen Klimaschutzplan in der Elbe-Weser-Region um Bremerhaven beigetreten ist und inzwischen auch eine Klimaschutzmanagerin benannt hat. Dieses Programm müsste jetzt mit konkreten Maßnahmen der Stadt unterstützt und lokale Klimaschutzziele benannt werden. Dazu werde seine Fraktion in nächster Zeit Initiativen und Gespräche einbringen. Wie groß das Klimaschutzpotential insbesondere in Städten ist, zeigen Beispiele aus Süddeutschland, wo etwa in Freiburg oder Tübingen inzwischen CO2-Einsparpotentiale von bis zu 50 % konkret benannt worden sind. Die Maßnahmenprogramme reichen von Energieeinsparungen in Gebäuden und Schulen bis hin in den Verkehrsbereich, wo insbesondere der Rad- und der öffentliche Nahverkehr unterstützt werden und eine hohe Attraktivität und Akzeptanz in der Bevölkerung haben. In Cuxhaven könnten solche Programme auch helfen, die Luftqualität insgesamt zu verbessern, was sich auf den Status als Nordseeheilbad sicher positiv auswirken würde.






