Aktuelles zur Atom-und Energiepolitik
Aktuelle Meldungen und Berichte zu Atomenergie
Am 18.9. mit dem Bus nach Berlin
An diesem Tag wollen Atomkraftgegner eine Menschenkette rund um das Berliner Regierungsviertel bilden, um Druck gegen geplante Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken zu machen. Der grüne OV Cuxhaven und der Arbeitskreis "Cuxhaven bleibt atomfrei" bieten eine Bus-Tagesfahrt zu dieser Veranstaltung an, Start ca. 6.00 Uhr in Cuxhaven, Rückkehr ca. 23.00 Uhr. Auf der Strecke bis Stade können bei Interesse noch Leute aus dem Kreisgebiet zusteigen. Anmeldung unter 04721-51156 oder im grünen Büro in Cuxhaven, Tel. 04721-664344 (AB und Rückruf)
Wie kommt Plutonium in die Elbe?
Aus Berichten des Bundesumweltministeriums hatte die BUND-Kreisgruppe Cuxhaven ermittelt, dass dort für die Unterelbe in den letzten Jahren immer wieder erhöhte Plutonium- und andere Transuranwerte aufgefallen sind. Zur Anfrage und Pressereaktion der grünen Bundestagsfraktion unter "Mehr" Die Antwort im Wortlaut kann im Grünen Büro in Cuxhaven angefordert werden.
Mox-Brennelemente aus Sellafield: Antrag für Anfang 2011 gestellt.
Für den immer wieder verschobenen See- Transport von 16 plutoniumhaltigen MOX- Brennelementen aus der britischen WAA Sellafield ist jetzt beim Bundesamt für Strahlenschutz eine Genehmigung für Anfang 2011 beantragt worden. Ein Umschlag- Hafen steht noch nicht fest. (Pressebericht 14.7.10) Mehr »
Menschenkette am 24.4.10 war großer Erfolg
Cuxhavener Grüne waren in Glückstadt mit dabei
Mit sowielen Teilnehmern hatte kaum einer der Organisatoren gerechnet: Rund 120.000 Menschen standen eine halbe Stunde lang Hand in Hand auf Deichen, Straßen und in Ortsdurchfahrten entlang der Elbe zwischen den Atomkaftwerken Brunsbüttel und Krümmel und forderten die endgültige Stillegung dieser und anderer Reaktoren. Bei bestem Wetter waren auch viele TeilnehmerInnen aus dem Landkries Cuxhaven mit dabei, zum Teil kamen sie sogar mit Fahrrädern über die Elbe-Fähre nach Glückstadt. Der grüne Landtagsabgepornete Hans-Jürgen Klein aus Steinau legte sogar den ganzen Anfahrtsweg von 45 km mit dem Rad zurück und wurde später von weiteren Teilnehmern aus Cuxhaven und dem Land Hadeln begleitet. In Glückstadt am Marktplatz trafen sie auch den Sprecher der grünen Bundetsagsfraktion, Jürgen Trittin, der in seinem Redebeitrag scharf mit der Bundesregierung und den den großen Energiekonzernen ins Gericht ging und auch den sofortigen Erkundungsstopp für das Endlager Gorleben sowie eine unabhängige wissenschaftliche Neubewertung für die Endlagersuche forderte.
Fotos: 1. Bild zeigt Deich-Menschenkette beim Störsperrwerk, 2. Bild am Ortseingang Blohmsche Wildnis mit TeilnehmerInnen aus Cuxhaven
Atom-Flugzeugträger mit Mahnwache begrüßt
Der französische Atom-Flugzeugträger "Charles de Gaulle" kam am zweiten April-Wochenende nach Cuxhaven zu einem sogenannten "Arbeitsbesuch". Anlass für den Cuxhavener Initiativkreis gegen Atomtransporte, an zwei Tagen jeweils eine zweistündige Mahnwache durchzuführen. Während am Freitag nur wenige kamen, so war die Aktion am Samstag mit etwa 20 Teilnehmern deutlich sichtbarer und wurde auch von vielen der "Sehleute" wahrgenommen, die sich das 260 m lange Atomschiff einmal aus der Nähe ansehen wollten. Mit dabei waren auch der grüne Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Klein und der grüne Bürgermeister aus Cuxhaven, Bernd Jothe. Viele Passanten äußerten auch ihr Verständnis für den Protest. Der Initiativkreis forderte in Presseberichten und einer Zeitungsanzeige, die auch eine französische Übersetzung enthielt, Atomkriegsschiffe weltweit abzuschaffen und aus der Atomenergie auszusteigen. Zum Abschluss gab es einen kleinen Probelauf für die Menschenkette gegen Atomenergie am 24.4. an der Elbe.
Aktuelle Pressemitteilungen 2009
Pressemitteilung vom 2.7.09
Schrott bleibt Schrott!
Grüne fordern: Krümmel muss endgültig vom Netz
Nach nur 12 Tagen Laufzeit musste Vattenfall den Pannenreaktor Krümmel erneut vom Netz nehmen. "Kaum ist der Reaktor nach fast zwei Jahren Reparatur wieder am Netz, kommt die nächste Panne. Welches Teil muss noch in die Luft fliegen, damit der 25 Jahre alte Schrottmeiler endgültig vom Netz genommen wird?", fragte Drothea Steiner, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, am Donnerstag in Hannover.
"Während Vattenfall behauptet, dass die automatische Abschaltung ein
Beweis für Qualität sei, stellen wir fest, dass die Verschrottungsgrenze
längst überschritten ist", so Steiner. Ironischerweise fiel der Störfall
auf das 50. Gründungsjubiläum des Deutschen Atomforums. "Vielleicht
sollte das Atomforum öfter tagen. Immer wenn sich diese
Propagandaabteilung der Atomlobby trifft, muss ein AKW abgeschaltet
werden", stellte die Landesvorsitzende fest. "Damit könnte das Atomforum
den Ausstieg beschleunigen -- den es doch fürchtet wie der Teufel das
Weihwasser!"
Besetzt ! Greepeace gelingt am 22.6.09 die Besteigung der Reaktorkuppel des AKW Esenshamm. Dazu erklären die Grünen:
GRÜNE: Atomkraftwerk Esenshamm nicht gegen Terrorangriffe gesichert
Greenpeace-Aktion demonstriert Sicherheitslücken –Betreibern muss Betriebserlaubnis entzogen werden
Die Landtagsgrünen sehen mit der heutigen (Montag) Greenpeace-Aktion am AKW Esenshamm bestätigt, dass die Anlage sicherheits- und überwachungstechnische Mängel zeigt und forderten den Widerruf der Betriebserlaubnis. "Wenn Greenpeace-Aktivisten fast ungehindert mit 60 Litern Farbe auf die Reaktorkuppel gelangen können, braucht man nicht viel Phantasie um sich vorzustellen, welche Gefahren zum Beispiel von einer Terrorattacke drohen", sagten der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel und die regionale Abgeordnete Ina Korter. Die Grünen-Politiker verwiesen auf die Angaben von Experten, wonach die Kuppel der Atomanlage schon mit weniger als 60 Kilogramm Sprengstoff schwer beschädigt werden könnte.
Die Maßnahmen, die nach dem Angriff auf das World Trade Center für den Schutz von Atomkraftwerken vorgesehen waren, hätten sich durchweg als unzureichend oder undurchführbar erwiesen. Der Abschuss von Verkehrsmaschinen sei vom Verfassungsgericht untersagt worden, die Störung von Radar und GPS-Systemen habe sich ebenfalls als undurchführbar erwiesen und sei zudem auf energischen Widerstand der Pilotenvereinigung Cockpit gestoßen. "Übrig bleibt nur die Vernebelung, die aber bislang nur beim AKW Grohnde realisiert wurde. Aber auch diese Maßnahme ist nicht geeignet, um moderne Lenkwaffen zu behindern", sagten die Grünen-Politiker.
"Die Atomkraftwerksbetreiber und die Atomaufsicht nehmen schwere Unfälle billigend in Kauf", sagen Wenzel und Korter. Damit werde die Betriebserlaubnis unterlaufen. Deshalb forderten die Grünen-Politiker das Umweltministerium als Aufsichtsbehörde auf, den Betreibern die Betriebserlaubnis für Esenshamm zu entziehen.








